Die Geigenbauer in Bonn

Über uns

Barbara Gschaider, geb.1971, Dipl. Geigenbauerin 

 

Georg Gschaider, geb.1971, Dipl. Geigenbauer und Dipl.Ing. Maschinenbau

 

Warum sind wir Geigenbauer geworden?

Barbara: "Mit 16 bekam ich meine erste eigene Bratsche. In dieses Instrument habe ich mich verliebt. Während ich bei meiner Leihbratsche um jeden Ton kämpfen musste, spielte sich das neue Instrument wie von selbst. Seit dem wollte ich wissen, wie guter Geigenklang entsteht."

 Georg: "Ich mag einfach Musik und somit auch Musikinstrumente. Warum ich ausgerechnet bei der Geige gelandet bin? Es war eine Bauchentscheidung. Vielleicht war es die Schönheit der Geigenwölbung. Vielleicht die traditionelle Arbeitsweise, die sich in den letzten 400 Jahren nicht verändert hat. Vielleicht auch das vermeintliche Geheimnis. Irgendwie hat mich die Geige einfach angezogen!"

 

Was muss ein guter Geigenbauer können?

Barbara: "Zunächst einmal ist es natürlich wichtig, Freude und Geschick für die handwerklichen Arbeiten mitzubringen. Nach viel wichtiger ist aber, dass man gern allein ist und sich in einem ruhigen Umfeld wohlfühlt. Den um gute Instrumente zu bauen, brauche ich ganz viel Ruhe. Nur dann kann ich die Schwingungen des Holzes richtig beurteilen. Außerdem muss man viel Einfühlungsvermögen mitbringen, um die Wünsche der Musiker zu verstehen."

 

Georg: "Ich glaube, man muss die Geige wirklich verstehen. So schwingt z.B. die Geigendecke zwischen den F-Löchern ganz anders, als rund um das Griffbrett. Diese Prinzipien muss ich richtig verinnerlichen, nur dann kann ich ein Spitzeninstrument bauen."

Was ist das "Geheimnis" unserer Instrumente?

Barbara: "Damit unsere Instrumente so klingen wie ihre alten italienischen Vorbilder ist vor allem eines wichtig: Wir kopieren die Eigenschaften und nicht blind irgendwelche Maße."

 

Georg: "Wir gehen auf ganz unterschiedliche Weise an den Geigenbau heran: Ich sehe alles sehr wissenschaftlich, Barbara spielt selbst sehr gern Bratsche und sieht die Instrumente mit den Augen (bzw.hört mit den Ohren) der Musiker. Eine wunderbare Ergänzung."

Kleine Geschichte unserer Geigenbauwerkstatt

1996:

Wir beide nach unserer Diplomfeier an der Newark School of Violin Making in England. Hinter uns liegen vier Jahre Ausbildung: Drei Jahre im Geigenbau und ein Jahr im Barockinstrumentenbau. Nun geht es nach Deutschland. Mit dabei unser fünf Wochen altes Baby.

1999:

Nach einigen Jahren in Werkstätten von erfahrenen Geigenbauern eröffnen wir unsere erste eigene Werkstatt in einem Dachzimmer am Botanischen Garten in Bonn. Platz und Geld sind knapp, umso größer ist unsere Leidenschaft für den Geigenbau.

Heute:

Unser Baby ist inzwischen erwachsen, aus dem Dachzimmer ist ein 80 qm großes Atelier geworden und unsere Instrumente werden europaweit gespielt.


Und sonst...

Die Arbeit im traditionellen Handwerk hat uns stark geprägt, auch im Alltag. So bauen wir gern auch unsere Möbel selber, backen Brot, kochen immer frisch. Seit ein paar Jahren versorgen wir uns vom Spätfrühling bis in den Herbst auch mit Obst und Gemüse weitgehend selbst aus unserem Werkstatt-Garten. Was nicht ganz leicht ist, da unser Nutzgarten nur ca. 35 m² groß ist. Um auf derart kleiner Fläche ernsthaft ernten zu können, braucht es schon spezielle Techniken. Und weil das Thema "Gemüseanbau auf kleiner Fläche" derzeit viele Leute beschäftigt, geben wir unserer Erfahrung auf unserer Seite "erntefibel.de" weiter.